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20. Mai 2019

Alternative Krebstherapien bis heute verboten: Der britische „Cancer Act“ von 1939


Es klingt wie ein Anachronismus, doch ein Gesetz, welches es den Briten verbietet, öffentlich für alternative Krebstherapien zu „werben“, ist tatsächlich immer noch in Kraft: So wurde der am 29.03.1939 verabschiedete „Cancer Act“ mit dem Ziel beschlossen, die Bestrahlung mit dem radioaktiven Element Radium als einzige Form der Krebsbehandlung zu erlauben. Selbstverständlich sollte das Gesetz offiziell nur dem Allgemeinwohl dienen, indem es die Öffentlichkeit vor „Quacksalbern“ und „Scharlatanen“ schütze, so die Begründung. Doch bereits die Wortwahl lässt hieran Zweifel aufkommen, da bereits jegliche bloße Erwähnung anderer Heilmethoden als „Werbung“ eingestuft wird – und somit als Geschäftemacherei. Außerdem bezeichnete man frühere Behandlungsmethoden als „alternativ“, obwohl die Radium-Behandlung später eingeführt wurde, so dass die wirkliche Situation hierdurch praktisch auf den Kopf gestellt wurde.

Tatsächlich verhielt es sich auch mit den kommerziellen Interessen genau anders herum, als das Gesetz nahe legt. So erklärt der Journalist John Smith, dass es vor allem bewirkte, dass konkurrierende Heilmethoden verdrängt wurden, wodurch eine sichere Einnahmequelle entstand, die schließlich zur Monopolstellung des (privaten) National Radium Trust auf diesem Gebiet führte. Als ob dies nicht schon genug Hilfestellung für das Kartell darstellen würde, gewährte die Regierung obendrein auch noch ein Darlehen für die Beschaffung des horrend teuren Radiums. Der National Radium Trust selbst wurde bereits 1948 mit der Gründung des National Health Service (NHS) aufgelöst, während der „Medicines Act“ von 1968 einen ausreichenden Schutz der Bevölkerung vor Betrügern sicherstellt, weshalb es (aus medizinischer Sicht) nicht ganz nachzuvollziehen ist, weshalb der Cancer Act nicht schon längst abgeschafft wurde. Seltsam ist auch, dass das Gesetz nicht für Nordirland gilt, obwohl es als Teil des Vereinigten Königreichs ebenso der Regierung in London untersteht wie England, Schottland und Wales.

Dass dieses Gesetz alleine aufgrund gesundheitlicher Aspekte zustande gekommen ist, dagegen spricht laut Smith auch ein Vergleich mit der Gesetzeslage in Bezug auf Herzkrankheiten: Obwohl diese statistisch gesehen genauso gefährlich sind wie Krebserkrankungen, gibt es jedoch keinen vergleichbaren „Heart Disease Act“. Außerdem müsse man bedenken, dass Krebserkrankungen im Jahre 1939 längst nicht so verbreitet gewesen seien wie heute, weil damals auf einen Krebspatienten noch ca. 30-40 Gesunde kamen, während das Verhältnis heute bei 1:2 bis 1:3 liegt. Hieraus ergibt sich, dass Krebstherapien damals weit weniger profitabel waren als im Vergleich zu heute.

Immerhin ist es heute auch wieder den Bewohnern in den restlichen Landesteilen gestattet, über Naturheilverfahren zu sprechen, aber nur so lange den Krebspatienten keine konkreten Behandlungsmöglichkeiten angeboten werden oder ihnen Rezepte hierfür verschrieben werden. Zwischen 1984 und 2013 sind jedoch 21 Personen wegen Verstoßes gegen diese Bestimmungen verurteilt worden – wie das Unterhaus am 12. Juni 2014 auf Anfrage erklärte – und seitdem sind noch weitere drei Fälle hinzugekommen. Die höchste Strafzahlung in Höhe von 9.000 Pfund erhielt Errol Denton für seine Behauptung, er könne durch eine Änderung des Lebensstils und mit Hilfe bestimmter Kräuter Krebs heilen. Hinzu kamen noch Gerichtskosten in Höhe von 9.821 Pfund, so dass sich die Gesamtkosten auf umgerechnet 25.820 Euro beliefen.

Indem das Werbeverbot nicht für zugelassene Ärzte, Krankenpfleger, Pharmazeuten und Studenten dieser Fachrichtungen gilt, ermöglicht es somit dem medizinischen Establishment, seine Indoktrination bezüglich konventioneller Krebstherapien aufrechtzuerhalten – und dies trotz kläglicher Erfolgsraten: Obwohl sich herausgestellt hat, dass Strahlentherapie und Chemotherapie, die beiden Eckpfeiler konventioneller Krebsbehandlungen, für die überwältigende Mehrheit der Krebspatienten nicht effektiv sind, erhalten diese Behandlungen in den meisten entwickelten Ländern einen Monopolstatus, die 96-98 % der Patienten zu äußerst schädlichen und schmerzhaften Behandlungen verdammt, von denen sie in keiner Weise profitieren. So verhindert der Cancer Act von 1939 bis heute, dass alternative Behandlungsmethoden je an die Öffentlichkeit gelangen können.

Warum dies so ist, liegt auf der Hand: Die konventionellen Krebsbehandlungen sind ein riesiges Geschäft in einem geschätzten Umfang von mehreren hundert Milliarden Dollar pro Jahr, wie in „The Lancet“ berichtet wurde. So erhalten jährlich schätzungsweise 12 Millionen Menschen weltweit die Diagnose Krebs und bis zum Jahre 2030 wird sich diese Zahl vermutlich sogar noch bis auf 22 Millionen erhöhen, was laut dieses Reports sowohl am zunehmenden Durchschnittsalter der Weltbevölkerung liegt als auch an den verbesserten Diagnosemethoden. Aufgrund dieser „rosigen“ Aussichten für das Monopol auf dem Gebiet der konventionellen Krebsbehandlungen, gehört dieser Bereich zu den am schnellsten wachsenden Industrien. Die pharmazeutische Industrie, die den größten Teil der modernen Krebstherapien kontrolliert und deren Gewinne in die Billionen gehen, ist eine der Industrien mit den höchsten Profiten überhaupt.

Dass dieses lukrative Geschäft in immer größerem Ausmaß zu Lasten der Patienten geht, belegt auch eine Studie mit dem Titel „Death by Medicine“ (Tod durch Medizin) aus dem Jahre 2006, durchgeführt von Wissenschaftlern und Ärzten aus den USA. Darin wird enthüllt, dass alleine in den USA jedes Jahr knapp 800.000 Menschen an den Folgen konventioneller medizinischer Behandlungen sterben, wodurch sie zur größten Ursache von Schädigungen und Todesfällen zählt.

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